Pfarrer Markus Thoms

4. Advent – Sonntag im Jahreskreis C

19.12.2021

Liebe Gemeinde,

nicht nur in den Tagen des Advents, sondern vor allem auch in den kommenden Tagen der Weihnacht singen wir wieder mit inniger, aber auch mit heller und lauter Freude die bekannten Lieder. Lieder, die uns zu Herzen gehen, Lieder, die auch unsere Gefühle anrühren, Lieder, die unser ganzes Leben zum Schwingen bringen sollen. Wie sehr würde unsere Kirche und unsere Verkündigung schwingen, wenn wir etwas von diesen Gefühlsregungen in unseren Gottesdiensten spüren würden. Wie schön wäre es, wenn in unserer Verkündigung und in unseren Predigten die Menschen etwas von dieser Freude erleben. Im heutigen Evangelium hören wir auch Gefühlsregungen. Elisabeth drückt in der Begegnung mit Maria aus, wie sie empfunden hat, als sie der Mutter Gottes begegnet, wenn sie sagt: „Da hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.“ Es sind wohl die Begegnungen von Freude, von Aufregung, aber auch von Vertrauen und Zuversicht, die sie spürt, als sie der Mutter Jesu, und damit IHM, dem Erlöser selbst, begegnet.

Diese Gefühle wünsche ich Ihnen in den letzten Tagen vor Weihnachten.

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

3. Advent im Jahreskreis – C

12. Dezember 2021

Liebe Gemeinde,

zwei Sonntage im Jahr, der 4. Fastensonntag und der 3. Adventssonntag, sind besonders vom Gedanken der Freude bestimmt. Der 3. Sonntag im Advent heißt auch „Gaudete“. Die Freude, von der der Apostel Paulus an seine Gemeinde in Philippi schreibt, will den Blick aber zur wirklichen, tieferen Freude richten, weil wir als Christen an einen Gott glauben,  der uns erlöst und zu tieferer Freude führt, als die Welt uns je geben kann. Es geht also weniger um die Freude angesichts einer bevorstehenden Party oder eines großen Events.

Das Wort, das Paulus an uns richtet, ist ein Wort der Hoffnung, eine liebevolle, mahnende und wohlwollende Tröstung und Erinnerung. Unser Glaube, und damit verbunden die tiefe Freude, soll uns im Alltag und in den Zweifeln unseres Lebens hindurchtragen. Wir dürfen die Hoffnung unseres Erlöstseins niemals vergessen – was immer auch passieren mag.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete dritte Adventswoche und ein tiefe Freude im Zugehen auf Weihnachten.

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

2. Advent im Jahreskreis C

5. Dezember 2022

Liebe Gemeinde,

der Eröffnungsvers zur Liturgie des 2. Adventsonntages lautet: „Der Herr wird kommen, um die Welt zu erlösen. Volk Gottes, mach dich bereit. Höre auf ihn, und dein Herz wird sich freuen.“

Es ist der Anspruch Gottes, sein Volk zu erlösen. Und alle Menschen sind eingeladen, sich diesem Weg anzuschließen. Doch wir wissen auch, dass viele Menschen Jesus noch nicht kennen, viele wissen nicht, dass das, was an Weihnachten geschieht, ein ganz persönliches Geschenk für jeden einzelnen Menschen ist. Gott wird Mensch. Der Dichter Angelus Silesius hat einmal geschrieben: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren, und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.“ Er will uns damit sagen, dass Gott den Weg der Erlösung nicht aufgibt. Seine Menschwerdung hat erlösende Relevanz – für jeden Menschen. Rufen wir uns in dieser Adventszeit neu in Erinnerung, dass Weihnachten eben mehr ist als nur der Geburtstag eines kleinen Kindes. Es ist der Beginn unserer Erlösung, gleichsam der Beginn eines neuen und ewigen Lebens. Denn das Kind, das im Stall von Bethlehem zur Welt kommt, ist später am Holz des Kreuzes für uns gestorben.

Eine gute zweite Adventswoche wünscht Ihnen

Ihr Pastor Markus Thoms

Eucharistie

Firmung am 3. und 4. Advent

An den beiden kommenden Adventswochenenden feiern wir in unserer Gemeinde das Sakrament der Firmung. An diesem 3. Advent kommt Weihbischof em. Dieter Geerlings, um in der Kirche St. Josef neun Jugendlichen der vietnamesischen Gemeinde das Sakrament zu spenden. Wir freuen uns und sind dankbar, dass die vietnamesischen Christen immer und immer wieder bei uns zu Gast sind, heißen sie herzlich willkommen und gratulieren den Firmlingen recht herzlich. Weihbischof em. Geerlings heißen wir ebenso herzlich willkommen. Er ist für die sog. muttersprachlichen Gemeinden in unserem Bistum zuständig.

Am nächsten Samstag, 19.12.2020 dem Vor-Nachmittag zum 4. Advent, kommt dann unser Weihbischof Dr. Christoph Hegge, um 66 Jugendlichen unserer Pfarrei das Sakrament der Firmung zu spenden. Wegen der Corona-Pandemie finden die Firmfeiern in diesem Jahr als Wortgottesdienste um 14:00 Uhr, 15:30 Uhr und 17:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Anna statt. Aufgrund der Platzbeschränkungen sind diese Gottesdienste nur den Firmlingen, ihren Paten und Eltern und Geschwistern vorbehalten.  Alle drei Firmfeiern werden per Livestream ins Internet übertragen und können über die Homepage www.st-anna-neuenkirchen.de angesehen werden. Wir bitten um Verständnis, dass diese Gottesdienste nicht öffentlich sind, laden aber herzlich zum Mitfeiern über das Internet ein.

Trompete.de

Adventliche Bläsermusik in St. Anna

Das Blechbläserensemble Ventus tubae in der Besetzung Anja Bareither und Reimund Schnaars, Trompete, sowie Alvaro Vado und Johannes Krabbe, Posaune, gestalten am Sonntag (6. Dezember) um 18:00 Uhr in der St. Annakirche in Neuenkirchen eine kirchenmusikalische Andacht zum 2. Advent. Gemeinsam mit Kantor Stefan Eicholt haben sie Musik mit Werken vom Barock bis zur Gegenwart zusammengestellt. Mit der doppelchörige Sinfonia La Padovana von Ludovico Grossi da Viadana für Bläser und Orgel wird das Programm eröffnet; der Schlusspunkt wird mit Johann Sebastians Bachs Choralvorspiel Wachet auf, ruft uns die Stimme gesetzt. Die Solotrompete spielt Anja Bareither. Weitere Solisten sind Reimund Schnaars in der Suite de Fanfare von Jean-Joseph Mouret und Alvaro Vado in der Sonate f-Moll von Georg Philipp Telemann. Für adventliche Stimmung sorgen die Bläserchoräle Maria durch ein Dornwald ging, Wie schön leuchtet der Morgenstern und Es kommt ein Schiff geladen. Pfarrer Markus Thoms leitet die Liturgie und spricht das geistliche Wort. Der Eintritt ist frei. Es wird um einen freiwilligen Beitrag zur Deckung der Kosten gebeten.

Pfarrer Markus Thoms

2. Advent im Jahreskreis B

6. Dezember 2020
Liebe Gemeinde,

in der Adventszeit wird uns das Zählen der Zeit noch einmal mehr als sonst bewusst. Wir erleben die Zeit, die vorangeschritten ist, als eine besonders Zeit. Kinder – sicher auch manche Erwachsene – öffnen jeden Tag ein Türchen am Adventskalender. Die Tage des Advents werden aber nicht weniger, sie werden mehr. Genauso wie die brennenden Kerzen am Adventskranz von Woche zu Woche mehr werden und so das Licht immer heller wird. Dieses Licht will uns nach und nach zu Weihnachten führen. Mehr Licht in einer oft dunklen Welt, das ist das was wir ersehnen – gerade auch in diesen schwierigen Zeiten – es ist aber auch gerade das Versprechen des Advents. Alfred Delp, ein Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus, der 1945 im Strafgefängnis Plötzensee hingerichtet wurde, formuliert es so:
„Zündet die Kerzen ruhig an, wo ihr könnt und welche habt. Sie sind rechtes Symbol dessen, was im und als Advent geschehen muss, wenn wir leben wollen.“

Eine gesegnete zweite Adventswoche!
Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

Sonntag im Jahreskreis - 1. Advent B

29. November 2020

Liebe Gemeinde,

wiederum ganz unscheinbar beginnt an diesem Sonntag die Adventszeit. Wenn ich an den Advent denke, dann kreisen meine Gedanken oft um die schönen alten Adventslieder, die die Herzen der Menschen berühren. Ich denke an viele Begegnungen auf den Advents- und Weihnachtsmärkten, die oftmals heimelige Atmosphäre von Glühwein- und Plätzchenduft. Und natürlich gehen meine Gedanken zur Vorfreude dieser Wochen auf Weihnachten hin. Die Spannung der Kinder, die von Tag zu Tag wächst. Und schließlich auch das Planen und Organisieren im Blick auf Weihnachten. Wer kommt alles zu Besuch? Was muss vorbereitet werden? An was muss alles gedacht werden? Welche Geschenk- und Einkaufszettel müssen vorbereitet werden?

Und in diesem Jahr? Klar, wir werden in unseren Gottesdiensten die alten Lieder singen. Aber darüber hinaus ist vieles ungewiss. Es wird keine Begegnungen auf den Advents- und Weihnachtsmärkten geben. Und wie es an Weihnachten wird – konkret kann es uns keiner sagen. Was wir wissen ist, dass es anders sein wird.

Mitunter hat man in den vergangenen Wochen und Monaten den Eindruck von einer gewissen Endzeitstimmung. Und das Evangelium des ersten Adventssonntags stimmt da ein. Jesus macht seine Jünger und uns sensibel für die Zeichen der Zeit. Er ruft zur Wachsamkeit und Achtsamkeit auf. Die Ordnung der Schöpfung wird auf den Kopf gestellt – aber nicht aus Zerstörungswut, sondern damit werden kann, was uns endgültig verheißen ist: Ein neuer Himmel und eine neue Erde. Und in diese Neuordnung steht das Kommen des Menschensohnes im Zentrum. Um seinen Advent, um sein Kommen, sein An-Kommen geht es.

Wir sollen diese Ankunft, diese Neuwerdung, aber nicht als Strafgericht sehen, sondern vielmehr als Heilszeit, die uns geschenkt wird, die uns aber in dieser Zeit in die Verantwortung ruft.
So wünsche ich Ihnen in diesem Advent ein gutes Zugehen auf das Weihnachtsfest. Mögen diese Wochen wirklich Heilswochen sein, die uns zur wahren, zur tieferen Begegnung mit dem Menschensohn Jesus Christus führen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit!
Ihr Pastor Markus Thoms

Pastor Markus Thoms

4. Advent

Liebe Gemeinde,

das Evangelium des 4. Adventssonntages beginnt mit den Worten: „Mit der Geburt Jesu Christi war es so…“ (Mt 1, 18) – Man könnte fragen: Ist denn schon Weihnachten? Weihnachten ist es noch nicht, aber wir nähern uns immer mehr dem Geheimnis und der frohen Botschaft des Weihnachtsfestes. Durch die Adventszeit wurden wir auf die Ankunft des Herrn vorbereitet: Seid wachsam, habt Geduld, bereitet dem Herrn den Weg, kehrt um und bringt gute Frucht. Am 4. Adventssonntag sind wir ganz nah dran an der Weihnachtsfreude und den adventlichen Verheißungen. Ganz konkret wird von den Zeichen gesprochen, welche wir schon sehr bald zu erwarten haben. Und was ist jetzt für uns wichtig? Was zählt so kurz vor Weihnachten?  - Dass wir voller Vertrauen unser Herz für Jesus öffnen. Josef, der Mann Marias, macht es uns vor: Er vertraut auf Gott und trotz aller Fragen und Zweifel öffnet er sein Herz für Jesus und seine Ankunft in dieser Welt.

Im Zugehen auf das Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen einen gesegneten 4. Advent!

Ihr Pastor Markus Thoms

Markus Thoms

3. Advent

Liebe Gemeinde,

in der zweiten Lesung aus dem Jakobusbrief begegnet uns ein durchgehendes Wortspiel. „Habt Geduld!“ Wir können diesen Aufruf gerade in dieser vorweihnachtlichen Zeit dahingehend verstehen, dass wir uns alle, besonders die Kinder, in der Vorfreude auf das Weihnachtsfest gedulden müssen. Für uns Christen bedeutet dieser Aufruf aber auch, auf die Wiederkunft des Herrn in Geduld zu warten. Für die ersten Christen war es schon eine enorme Geduldsprobe, denn je länger sie warteten, desto mehr wurde ihre Geduld auf die Probe gestellt. Der Autor des Jakobusbriefes will aber dazu einladen, die Geduld auch als eine Chance zu sehen. Es ist jedoch nicht die Einladung zu einem passiven Da-sitzen, sondern vielmehr entschlossen, aktiv, ausdauernd und beharrlich auf den Tag der Wiederkunft Christi hinzuleben. Und gerade für uns, die wir in einer sich rasant verändernden Welt leben, die sich immer schneller dreht und wandelt, sind wir eingeladen, in Geduld und Gelassenheit unseren eigenen christlichen Weg treu und beharrlich zu gehen, um so Zeugnis für den Glauben abzulegen. Mir gefällt in diesem Zusammenhang ein afrikanisches Sprichwort: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!“

So wünsche ich Ihnen eine geduldige Zeit – auch im Zugehen auf Weihnachten!

Ihr Pastor Markus Thoms

Pastor Markus Thoms

2. Advent

Liebe Gemeinde!

„Kehrt um!“ – So ruft uns Johannes der Täufer im heutigen Evangelium zu.

Nicht nur damals, sondern auch heute hat die Welt diesen Ruf nötig. Warum?

Ulrike Altherr hat es in einem kurzen Text auf den Punkt gebracht:

„So kann es nicht weitergehen. Kehrt um.

Verrennt euch nicht. Kehrt um.

Alles muss anders werden. Kehrt um.

Alles wird anders. Geht zu auf Gottes Reich!“

 

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit der Umkehr in diesen Tagen des Advents!

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrbüro St. Anna

Friedenstraße 6
48485 Neuenkirchen 

Tel. 05973 / 94 73 - 0
E-Mail: stanna-neuenkirchen@bistum-muenster.de 

Die Kirche sei immer ein Ort der Barmherzigkeit und Hoffnung, wo wir spüren, dass wir angenommen und geliebt sind und Vergebung erhalten.
— Papst Franziskus