Pfarrer Markus Thoms

6. Ostersonntag – C

21./22.05.2022

Liebe Gemeinde!

„Der Himmel erfüllt mein Herz!“

Unter diesem Motto haben sich in den vergangenen Monaten die Erstkommunionkinder unserer Pfarrei St. Anna auf den Empfang der ersten heiligen Kommunion vorbereitet. Zum Glück konnte die Vorbereitung in diesem Jahr wieder wie gewohnt laufen, so dass dem festlichen Tag nichts mehr im Wege steht. An diesem Sonntag geht die erste Gruppe, die Kinder aus St. Arnold, zum ersten Mal zum Tisch des Herrn. Es folgen am Christi Himmelfahrtstag die Kinder der Ludgerischule und am nächsten Sonntag die Kinder der Thieschule.

Wir gratulieren den Kindern herzlich zum Empfang des Sakramentes und wünschen ihnen in ihren Familien einen schönen und unvergesslichen Tag. Mögen die Kinder nie aufhören, die Gemeinschaft mit Jesus in der Kirche zu suchen, um so in der Beziehung mit Jesus auf dem Weg zu bleiben. Mögen sie die Erfahrung machen, dass der Glaube für sie wirklich etwas Tragendes ist, der sie ihr Leben lang begleiten will. Mögen sie sich den kindlichen Glauben und das Vertrauen an die unfassbare Größe Gottes ein Leben lang bewahren. Denn die Liebeskraft Gottes ist stärker als alles was Menschen je unserem Leben anhaben können. Und mögen die Kinder Erwachsene finden, die sie begleiten, die ihnen von ihrem Glauben erzählen und ihnen so vormachen, dass der Glaube wirklich etwas Tragendes und wegweisendes für ihr Leben ist. So lade ich die ganze Gemeinde ein, in das Gebet für die Kommunionkinder einzustimmen und auch selbst einmal mehr unsere Beziehung zu Jesus Christus aufzufrischen, über unseren Glauben nachzudenken und von dem erzählen, was ihn für uns so wertvoll und wichtig macht.

Allen Erstkommunionkindern und deren Familie im Namen der ganzen Gemeinde: Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen!

Ihr und Euer Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

3. Ostersonntag – C

1. Mai 2022

Liebe Gemeinde,

Ostern haben wir den Sieg des Lebens über den Tod gefeiert. Ostern heißt: Gott hat Jesus, der unschuldig getötet wurde, ins Recht gesetzt. Diese Botschaft wird uns am heutigen Sonntag noch einmal in den Lesungen deutlich. In der ersten und zweiten Lesung wird davon berichtet, dass Jesus nicht eines natürlichen Todes starb, sondern „ans Kreuz gehängt und ermordet wurde.“ Und, wie es in der zweiten Lesung heißt, „geschlachtet wurde“. Die Lesungen sollen uns daran erinnern, dass Jesus aus allen Schrecken heraus auferstanden ist. Das kann und soll auch Menschen unserer Zeit immer wieder Mut machen. Im Letzten schafft unser Glaube Recht. Im Letzten finden wir Heil, in dem, der der Ursprung von allem ist: Jesus Christus! Er ist der Gott des Lebens und der Liebe – er bleibt durch sein Kreuz und Leiden der Garant der Auferstehung, der Garant des Lebens.

Eine gute Woche!

Ihr Pastor Markus Thoms

Pastor Markus Thoms

7. Ostersonntag – A

24. Mai 2020

Liebe Gemeinde,

im heutigen Evangelium hören wir im Gebet Jesu den Höhepunkt seiner Abschiedsreden. Man könnte fast sagen, dass Jesus auf diese Stunde hinlebte. Er, der aus der Herrlichkeit des Vaters kam und seine Sendung darin sah, Gott auf Erden zu verherrlichen, indem er seinen Namen bekannt machte. Jesus betete: „Vater, die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht.“

Die bekannte Passion nach Johannes von Johann Sebastian Bach (+1750) beginnt mit einem großartigen Eingangschor, indem genau diese Begriffe aus dem Johannesevangelium den Ton angeben:

„Herr, unser Herrscher, dessen Ruhm

In allen Landen herrlich ist!

Zeig uns durch deine Passion,

Dass du, der wahre Gottessohn,

Zu aller Zeit,

Auch in der größten Niedrigkeit,

Verherrlicht worden bist!“

Ob wir Jesus als Menschen dieser Zeit auch so verstehen können, wie ihn Bach verstand? Irenäus von Lyon (+202) hat einmal gesagt: „Die Herrlichkeit Gottes ist der lebendige Mensch.“ Der Mensch, wenn ich ihn als Ebenbild Gottes wahrnehme und anerkenne, steht staunend und ehrfürchtig vor dem Geheimnis der Schöpfung. Dieser Mensch gibt dem Wort Herrlichkeit ein Gesicht. Und Papst Johannes Paul II. (+2005) schreibt: „… besonders der Mensch ist das Sichtbarwerden der Herrlichkeit Gottes, berufen, aus der Fülle des Lebens in Gott zu leben.“

Lassen wir uns neu auf diese Zusage ein, dass Gott in allem und zu allen Zeiten verherrlicht worden ist. Wir Menschen sind eingeladen, ihn in besonderer Weise zu verherrlichen und seine Gegenwart immer wieder zu verkünden. Gott ist und bleibt an unserer Seite und will sein Leben mit uns teilen. Diese Zusage ist mehr denn je notwendig – gerade in dieser schwierigen Zeit!

Eine gute Woche im Zugehen auf das Pfingstfest wünscht Ihnen

Ihr Pastor Markus Thoms

Pastor Markus Thoms

6. Ostersonntag – A

17. Mai 2020

Liebe Gemeinde,

von diesem Sonntag an hätten die Feiern der Erstkommunion stattgefunden, wenn die Corona-Krise nicht allen Beteiligten einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Das ist vor allem für die Kinder, die sich gemeinsam mit ihren Familien auf diesen Tag gefreut haben, sehr schade. Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben: Die Erstkommunionfeiern werden wir am 27. September bzw. am 3. und 4. Oktober nachholen, wenn es die allgemeine Situation dann zulässt. Das Leitungsteam Erstkommunion hat sich in den vergangenen Wochen Gedanken gemacht, wie der eigentliche Erstkommuniontag dennoch ein besonderer Tag für die Kinder und ihre Familien werden kann. So haben wir kurz nach der Entscheidung, die Feiern abzusagen, jedem Kind einen Brief geschrieben und die Situation erklärt. An diesem Sonntag, am Christi Himmelfahrtstag und am kommenden Sonntag dürfen sich die Kommunionkinder des jeweiligen Tages in der Kirche eine kleine Überraschung abholen. Sie sollen spüren, dass sie nicht vergessen sind. Gemeinsam mit ihren Eltern – vielleicht auch mit den Paten – ist vielleicht möglich, an diesem Festtag mit gebührendem Abstand ein wenig beieinander sein zu können. Wir wünschen den Kindern, ihren Eltern und Paten einen guten Tag in den Familien und hoffen, dass dieser Tag auf ganz andere Weise unvergesslich bleibt.

Gottes Segen möge uns alle begleiten!
Ihr Pastor Markus Thoms

Markus Thoms

4. Sonntag der Osterzeit – A

3. Mai 2020

Liebe Gemeinde,

in diesen Tagen ist unglaublich viel zu organisieren, abzusprechen, zu klären und zu entscheiden. Umso wohltuender ist es auch für mich persönlich, dass uns die Kirche am heutigen Sonntag den Weltgebetstag um geistliche Berufungen schenkt.

Nicht nur in jeder Firma und jeder Organisation steht und fällt alles mit dem Personal. Das gilt auch für uns in der Kirche. Wir brauchen Menschen, die für den Glauben eintreten. Und wir wissen nicht erst seit heute, dass wir zu wenig Personal haben. Die Lösungsansätze sind verschieden. Manche wollen die Zulassungsbedingungen ändern, andere weisen darauf hin, dass die Gemeinden an sich aufgrund ihrer Altersstruktur kaum bis gar nicht mehr lebensfähig sind und nur noch mehr oder weniger künstlich am Leben erhalten werden. Für mich bleibt bei aller Notwendigkeit der strukturellen Diskussion aber doch die Frage, ob die Sorge um gute und zahlreiche Menschen in der Nachfolge Jesu – also als Priester, Ordenschrist, Diakon oder pastoraler Mitarbeiter – ein oder unser Gebetsanliegen ist? Heute am Weltgebetstag für geistliche Berufe lade ich Sie ein, mit der ganzen Kirche zu beten: Herr sende Arbeiter für deine Ernte.

Es geht um nichts Geringeres als um die Zukunftsfähigkeit unserer Kirche. Auch wenn Gott dafür bürgt, dass sie unzerstörbar ist, können und sollen wir nicht einfach zusehen, wie die Herde auseinanderdriftet. Christus braucht Menschen, die für den Aufbau und Zusammenhalt seiner Gemeinde Sorge tragen. Wenn wir in seinem Geist miteinander und füreinander beten, knüpfen wir ein Netz, das trägt: Es trägt die Priester, Diakone und Bischöfe. Es trägt die Frauen und Männer im pastoralen Dienst. Es trägt Ordensleute und Katecheten. Und es trägt auch unsere Familien, in denen der Glaube gelebt und weitergegeben wird. Alle – ausnahmslos – brauchen das Gebet! Schenken wir es einander!
An diesem Sonntag laden wir von 15 bis 18 Uhr zur stillen eucharistischen Anbetung in diesem Anliegen in die Pfarrkirche St. Anna ein. Ich bin mir sicher, dass alle die Hygiene- und Abstandsvorschriften beachten. Der Zugang ist deshalb an diesem Sonntagnachmittag nur über den Eingang mit der Rollstuhlrampe möglich.

Ich freue mich auf diese Gebetszeit! Sie wird uns und der Kirche gut tun!
Bleiben Sie behütet und gesund!

Ihr Pastor Markus Thoms

Pastor Markus Thoms

2. Ostersonntag

Liebe Gemeinde,

Ostern feiern wir das Leben. Jesus ist auferstanden, er lebt. Das war die unglaubliche, unerhörte und wundervolle Botschaft. Das hat aus Verzweifelten und Verlassenen Menschen gemacht, die wieder an eine Zukunft und an den Sieg Gottes zu glauben begannen.

An diesem Sonntag begegnet uns der Apostel Thomas im Evangelium. Er, der als der Zweifler bekannt ist, hat die Erfahrung der Berührung mit Jesus machen dürfen. Und diese Begegnung hat ihn verändert. Der Apostel hat diese Erfahrung der besonderen Begegnung mit Gott gehütet und wachsen lassen. So konnte er tiefer in die Begegnung mit dem Herrn hineinwachsen. Seine Begegnung gipfelt in dem Bekenntnis: „Mein Herr und mein Gott!“ Ich wünsche Ihnen, dass auch wir gemeinsam immer tiefer in die Beziehung mit dem Herrn hineinwachsen, dass wir spüren, dass uns seine Barmherzigkeit durch unser Leben trägt.

Eine gute Woche und bleiben Sie behütet!
Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrbüro St. Anna

Friedenstraße 6
48485 Neuenkirchen 

Tel. 05973 / 94 73 - 0
E-Mail: stanna-neuenkirchen@bistum-muenster.de 

Die Kirche sei immer ein Ort der Barmherzigkeit und Hoffnung, wo wir spüren, dass wir angenommen und geliebt sind und Vergebung erhalten.
— Papst Franziskus