Pfarrer Markus Thoms

6. Sonntag – B

11.02.2023

Liebe Leut‘,

wie ist das schön, euch all in diesen Tagen lachend zu seh‘n! Die Freude ist euch ins Gesicht geschrieben, das kann nur am Karneval liegen. „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!“ – dieser Spruch ist mehr als 2000 Jahre alt. Ganz tief im Herzen ist die Freude drin und schenkt uns einen Lebenssinn. Jesus hat sein Leben lang geheilt und vertrieben hat er Angst und Bang. Sein Ziel war es, das Heil zu geben und die Freude in die Herzen aller zu legen. Mit Händen, Kopf und Herz vergesst doch euren Schmerz. Lasst uns jubeln und noch einmal singen – „Halleluja – Lobet den Herrn.“ Denn das ist es, was wir meinen, wenn wir uns im Helau vereinen.

Ein fröhliches Karnevalswochenende wünscht Euch
Euer Pastor Markus Thoms!

P.S. Und nicht vergessen: Spätestens am Aschermittwoch sehen wir uns alle wieder in der Kirche.

 

 

Pfarrer Markus Thoms

5. Sonntag – B

4. Februar 2024

Liebe Gemeinde,

was wir alle aus unserem Leben kennen, ist, mit Enttäuschungen umzugehen, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Wir erwarten viel und von uns wird meistens viel erwartet: in der Familie, im Beruf, von Freunden, vom Leben allgemein. Auch für unser religiöses Leben gilt das. Im Evangelium gibt es auch eine Enttäuschung. Dennoch bleibt es wichtig, sich aufgrund der Enttäuschung nicht abzuwenden, sondern weiter in der Zuwendung zu verharren. Der Physiker Max Plank hat einmal gesagt: „Auch eine Enttäuschung ist ein Schritt vorwärts im Leben.“ Das gilt auch für den Glauben oder für ein Leben aus dem Glauben. Nur der, der sich Jesus zuwendet, der sich, wie im heutigen Evangelium, in seine Nähe begibt, der findet Heil für seine Seele und erfährt Heilung seiner Wunden, die das Leben oftmals schlägt. Wir schenken uns die Hinwendung aber auch uns selbst, wenn wir uns bisweilen zurückziehen, um dann gestärkt zurückzukehren. Dabei ist es wichtig, mitunter auch Grenzen zu setzen. Jesus setzt im heutigen Evangelium auch so eine Grenze, wenn es heißt, dass er viele nicht alle heilt. Obwohl er noch Tage damit verbringen könnte, Krankheiten zu heilen, verliert er das Ganze nicht aus dem Blick und zieht weiter, weil er nicht vergisst, mit welchem Ziel er unterwegs ist. Er zieht sich zunächst allein zum Gebet auf einen Berg zurück, bevor er dann gestärkt mit seinen Jüngern weitergeht.

Dass auch wir uns immer wieder stärken lassen, um beim Herrn zu sein, das wünsche ich Ihnen an diesem Sonntag.

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

4. Sonntag B

27./28.1.2024

Liebe Gemeinde,

am Freitag feiern wir das Fest der Darstellung des Herrn – im Volksmund auch Mariä Lichtmess genannt. Es ist das Fest am vierzigsten Tag nach der Geburt des Herrn. Es ist auch das Fest der Begegnung: Der greise Simeon und die Prophetin Hanna begegnen dem Jesuskind im Tempel. Aus dieser Begegnung schöpfen sie Kraft und Zuversicht für ihren Weg. Für Simeon war es genug – er sehnte sich nach dieser Begegnung im Tempel, um dann sein Leben auf Erden zu vollenden. Hanna war so vertraut mit Gott, dass sie IHN in dem Kind erkannt hat. Und beiden wurde der Weg sozusagen geebnet. Hanna und Simeon haben an diesem Fest etwas zutiefst Menschliches erfahren. Es war ein Ankommen und ein Abschiednehmen zugleich. Sie haben ihre Sehnsucht nach der Begegnung mit dem neugeborenen Jesus erfahren, mussten aber gleichzeitig lernen, von diesem Leben loszulassen. Auch wir spüren, dass die Zeit, unsere Lebenszeit, niemals stillsteht. Unser Leben geht unweigerlich seinen Weg. Dieser Weg ist aber immer eine Zeit des Wachsens und des Reifens. Wir kommen nicht weiter, wenn wir nur an Bisherigem und Gewohntem festhalten. Wir kommen nicht weiter, wenn wir nicht vieles lassen, um uns Neuem zuzuwenden. Und dieses Loslassen führt uns im Tod zur endgültigen Begegnung mit Gott, auch wenn viele von uns so leben, als seien sie unsterblich, weiß jeder Mensch, dass er einmal das Leben in dieser Welt lassen muss. Das Fest Darstellung des Herrn will in uns die Hoffnung und die Zuversicht auf ein Leben nach diesem Leben stärken und uns in allem zuversichtlich nach vorne schauen lassen.

Mit dem Fest Mariä Lichtmess verbinden wir auch die Tradition der Kerzenweihe: all die Kerzen, die wir im Jahr in der Kirche brennen lassen, werden in der gottesdienstlichen Feier gesegnet – auch die traditionellen Lichtmesskerzen, die Sie mit nach Hause nehmen können, haben ihre Bedeutung. Immer dann, wenn es im Leben der Familie, der Freunde, in der Nachbarschaft dunkel wird, wenn Krankheit, Not und Tod hereinbrechen, dann tut es gut, ein Licht zu entzünden und sich um dieses Licht im Gebet zu versammeln.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr Pastor Markus Thoms

 

Pfarrer Markus Thoms

3. Sonntag – B

21. Januar 2024

Liebe Gemeinde,

dieser Sonntag fällt mitten hinein in die Gebetswoche für die Einheit der Christen, die in diesem Jahr unter dem Motto: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lk 10, 27) steht. In den ökumenischen Bemühungen sind die Kirchen in den letzten Jahren und Jahrzehnten stets vorangekommen. Und bei aller ökumenischen Verbundenheit war und ist es immer wichtig, dass die jeweiligen Kirchen ihre eigene Identität nicht aufgeben und wichtige, eigene Dinge erhalten. Die Sehnsucht nach voller Gemeinschaft – auch der Mahlgemeinschaft – über alle Konfessionsgrenzen hinweg ist groß und bleibender Auftrag an uns.

Im Evangelium dieses Sonntags begegnen wir zwei Brüdern: Petrus und Andreas bei ihrer täglichen Arbeit dem Fischen. Die beiden gelten als wichtiger Verkünder der ersten Zeit des Christentums, auf die sich die katholische und orthodoxe Kirche bezieht. Aus dem eigenen Familienleben kennen wir alle die Situation, dass wir als Geschwister zwar zusammengehören, dass es doch immer auch wieder zu Streit und Konflikten kommt. Damit wir – auch in den unterschiedlichen Kirchen – mehr und mehr zusammenfinden, braucht es Geduld, Dialog und die Bereitschaft, den anderen ernst zu nehmen und das Verbindende mehr zu betonen als das Trennende.

Die Gebetswoche und in ihr der Sonntag laden uns ein, um die Einheit der Christen zu beten.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

2. Sonntag – B –

13. Januar 2024

Liebe Gemeinde,

mit dem Fest der Taufe Jesu haben wir am letzten Sonntag den Weihnachtsfestkreis abgeschlossen. Über die Weihnachtsbäume und die Krippe dürfen wir uns noch einige Tage erfreuen, bevor sie dann wieder abgebaut und gut verstaut auf das nächste Weihnachtsfest warten.

An dieser Stelle gilt es nun Dank zu sagen all denen, die in der Advents- und Weihnachtszeit mitgeholfen haben, dass wir wieder in so würdiger Weise Weihnachten feiern konnten. Ich danke allen, die sich in irgendeiner Weise eingesetzt haben! Herzlichen Dank und vergelt´s Gott!

An das Fest der Taufe Jesu, das wir am letzten Sonntag gefeiert haben, knüpft das Evangelium des heutigen Sonntags mit der Berufung der ersten Jünger an. Nachfolge war für die Jünger damals ganz wortwörtlich das Hinterhergehen hinter Jesus. Auch wir sind in die Nachfolge Jesu gerufen, auch wenn unser Weg manchmal gar nicht so leicht zu erkennen ist, weil wir Jesus nicht so unmittelbar vor Augen haben wie die Jünger damals. Somit sind wir eingeladen, die Spuren Jesu in unserem Leben selbst zu entdecken und dabei darauf vertrauen, dass er uns in dieser Spur begleitet und führt.

So wünsche ich Ihnen am Beginn des neuen Jahres eine Spurensuche, bei der sie darauf vertrauen sollen, dass der Herr mit uns unterwegs ist und uns den Weg zeigt, auch wenn der Weg oder die Spur manchmal schwer zu erkennen ist.

 

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

Christkönig – A

26. November 2023

Liebe Gemeinde,

mit dem heutigen Sonntag schließen wir das Kirchenjahr ab. Der Christkönigssonntag stellt einmal mehr Christus als unseren König in den Mittelpunkt. Selbstverständlich feiern wir jeden Sonntag Jesu Auferstehung, Jesu Sieg über den Tod und Jesu grenzenlose Liebe zu uns Menschen. Er ist und bleibt Zielpunkt unserer Existenz, unseres christlichen Lebens.

Einen Schlusspunkt bildet dieser Sonntag für uns als Gemeinde auch in anderer Weise. Wir müssen uns an diesem Sonntag von unserem lieben Pastor Jobit verabschieden. Zehn Jahre hat er als sog. Priester der Weltkirche in unserem Bistum gearbeitet, davon fast sieben Jahre bei uns in Neuenkirchen. Pastor Jobit hat uns allen in seiner liebenswürdigen, treuen und zurückhaltenden Art gutgetan. In all seinen Diensten war er sehr verlässlich und ein glaubwürdiger Verkünder der frohen Botschaft. Neben den vielfältigen Diensten in der Gemeinde hat er auch noch am Goethe-Institut das größte deutsche Sprachdiplom bestanden, das ihn berechtigt, an einer deutschen Universität zu studieren bzw. andernorts die deutsche Sprache zu unterrichten. Kein Wunder, dass ihn sein Bischof in Indien nun zum Leiter einer Schule berufen hat, in der er die deutsche Sprache unterrichtet, damit jungen Menschen die Möglichkeit gegeben wird, sich international zu engagieren.

Wir danken Pastor Jobit ganz herzlich für seinen Dienst in Neuenkirchen und wünschen ihm bei seinem Neuanfang in seiner Heimat, die es ihm auch ermöglicht, sich mehr um seine Eltern zu kümmern, alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.

An diesem Sonntag wollen wir ihn nach dem Gottesdienst um 10 Uhr verabschieden. Es besteht die Möglichkeit, ihm im Karl-Leisner-Haus bei einem kleinen Empfang persönlich auf Wiedersehen zu sagen.

Als Zeichen unserer Wertschätzung und unserer Verbundenheit möchten wir Pastor Jobit die Kollekte dieses Sonntags schenken. Wer dafür eine Spendenquittung benötigt, melde sich bitte im Pfarrbüro.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

33. Sonntag – A

19. November 2023

Liebe Gemeinde,

am Ende eines Jahres schauen wir Menschen gerne zurück. Die vielen Jahresrückblicke im Fernsehen in den kommenden Wochen zeugen davon. Wir stellen uns oft die Frage, was wir erreicht haben, was ist liegen geblieben, was hat uns froh und glücklich gemacht? Manches ist hell, manches aber auch in der Erinnerung mit einem Schatten belegt. Das Jahr 2023 wird in der Rückschau sicherlich bei jedem ein ganz besonderes sein. Dieses Jahr hat uns doch mehr als sonst deutlich gemacht, wie zerbrechlich unsere Gesellschaft ist. Die vielen Krisen unserer Zeit, angefangen bei Corona, über die Klimakrise bis hin zu den schrecklichen Kriegen in der Ukraine und im Heiligen Land lassen viele von uns sprachlos zurück. Viele machen sich große Sorgen und suchen nach Auswegen oder auch nach Möglichkeiten, mit diesen Krisen umzugehen.

Am Ende des Kirchenjahres nimmt das Evangelium an diesem Sonntag unsere Fähigkeiten, Talente und Gaben in den Blick. Jede und jede einzelne hat etwas von Gott anvertraut bekommen – auch in diesem zu Ende gehenden Jahr. Und ich bin überzeugt, dass auch in diesem Jahr ganz viele Menschen neue Talente an sich entdeckt haben. Dinge, die sie getan haben und mit denen sie anderen Menschen geholfen haben. Wer einmal in sich geht und darüber nachdenkt, dem fällt mit Sicherheit viel Gutes ein – und manchmal ist auch notwendig, sich dessen bewusst zu werden.

Ich glaube, dass viele viel aus ihren Talenten gemacht haben und deshalb auch zufrieden und dankbar – bei allem was schwer war und bleibt – auf diesen Teil ihres Lebens zurückschauen dürfen.

Ich wünsche Ihnen nach wie vor in dieser nicht einfachen Zeit die Kraft zum Durchhalten und die Hilfe vieler Menschen.

Eine gute Woche wünscht Ihnen Ihr

Pastor Markus Thoms.

Pfarrer Markus Thoms

31. Sonntag – A

5. November 2023

Liebe Gemeinde,

die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist oftmals bei denen so groß, die die Führenden sein wollen. Wenn sie dann ihre Position noch als gottgewollt betrachten, dann kann es mitunter schwierig werden. Im heutigen Evangelium erleben wir solch einen Konflikt zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Jesus kritisiert die Pharisäer, weil sie nur reden, aber nicht handeln. In diesem Punkt sind nicht nur die Menschen damals gefährdet gewesen, sondern es geht uns alle manches Mal so. Sie kennen das Sprichwort: „Sie predigen Wasser, aber trinken Wein.“ Wir Christen brauchen auch heute nicht auf andere zu zeigen. Vor diesem Zeigen sollte nämlich die Selbstkritik stehen – gegenüber mir persönlich, aber auch gegenüber der Gemeinschaft, der ich angehöre. Woran wir uns im Blick auf das heutige Evangelium messen lassen müssen, ist nicht die Aussicht, dass wir irgendwann bestraft und auf den letzten Platz verwiesen werden, sondern dass wir uns an unserem Vater im Himmel orientieren müssen.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

30. Sonntag – A

29. Oktober 2023

Liebe Gemeinde,

das heutige Evangelium benennt das wichtigste Gebot: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. … Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ (Mt 22, 37-40) Wir kennen alle dieses Hauptgebot der Liebe und wir alle wissen ebenso, wie schwer es uns fällt, es im Alltag zu leben. Dazu habe ich folgende kurze Geschichte gefunden. „Die erste Predigt eines neuen Pfarrers in seiner Gemeinde wurde mit großer Spannung erwartet. Er predigte über die Liebe zu Gott und zum Nächsten – und erntete viel Lob von seinen Pfarrkindern. Als er am darauffolgenden Sonntag die gleiche Predigt hielt, waren manche verwundert, andere vermuteten, er habe in seiner Aufregung und Unerfahrenheit aus Versehen noch einmal das Manuskript von der vorhergehenden Woche eingesteckt. Als aber am dritten Sonntag wieder die gleiche Predigt kam, reagierten die Gläubigen ungehalten und man stellte ihn zur Rede. Die Antwort des Pfarrers: Wenn ihr die Liebe zu Gott und zum Nächsten praktiziert und damit Ernst macht, brauche ich diese Predigt nicht mehr zu halten; aber solange ihr nur zuhört und euch nicht ändert, werde ich euch weiterhin diese Botschaft Jesu ins Gewissen predigen.“

Die Liebe zu Gott und zum Nächsten fordert uns ganz – immer neu. Lassen wir uns darauf ein, damit die Liebe unser ganzes Leben, Handeln, Denken und Tun durchdringen kann.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

29. Sonntag – A

22. Oktober 2023

Liebe Gemeinde,

das Evangelium dieses Sonntags hat es in sich. Es geht im letzten um das Verhältnis von Kirche und Staat und darum, ob es erlaubt ist, dem Kaiser Steuern zu zahlen. Die Diskussion darüber gibt es bis heute. Viele fragen sich, ob sie mit ihren Steuern Systeme oder Bereiche unterstützen dürfen, die sie nach eigener Verantwortung nicht mittragen können oder wollen. Die Kirchensteuer, die in Deutschland vom Staat eingezogen wird, ist dafür das beste Beispiel. Sicherlich ist diese Frage berechtigt. Und sicherlich muss auch mit dieser Steuer, und mit Steuergeldern allgemein, verantwortungsvoll umgegangen werden. So ist diese Frage selbstverständlich wachzuhalten. Es wird in dieser Frage immer Kontroversen und Kompromisse geben müssen.
Dass so viele durch ihren Kirchenaustritt nicht mehr kirchensteuerpflichtig sind, hat für uns als Kirche enorme Nachteile. Wir spüren den Druck, der dadurch entsteht, inzwischen auch in unseren Gemeinden vor Ort, weil wir uns schlicht und ergreifend nicht mehr das leisten können, was wir uns vielleicht leisten möchten. Da gilt es die Frage zu stellen: In welchen Bereichen wollen wir als Kirche präsent bleiben? Was wollen wir uns in Zukunft bei den immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen noch leisten? Welche Einrichtungen brauchen wir, um auch in Zukunft das Evangelium in die Gesellschaft hineinzutragen? Und die Bereiche, die durch die Kirchensteuer finanziert und getragen werden, sind ja nicht gerade klein, wenn wir nur an einen Großteil sozialer Einrichtungen denken, wenn wir an die Jugendarbeit denken, wenn wir an die Finanzierung der Schulen und Kindertageseinrichtungen denken…
Im Hinblick auf das Evangelium dieses Sonntags ist es wichtig, Gott nicht aus den Augen zu verlieren. Die Pharisäer wollen Jesus wieder einmal in eine Falle locken – aber er lässt sich nicht darauf ein. Er entlarvt ihre Fangfrage durch eine Gegenfrage und macht damit deutlich, dass Gott Vorrang hat und dem alles unterzuordnen ist. Jesus lädt dazu ein, im Kompromiss ein Miteinander zu suchen, sicherlich auch manches Mal zu erringen, in den menschlichen, gesellschaftlichen, kirchlichen oder politischen Verhältnissen – auch und gerade in dieser Zeit.
Ich lade Sie ein, bei allen Diskussionen, die wir in dieser Zeit führen, ja führen müssen, Gott nicht zu vergessen, IHM den Vorrang zu geben und auf ihn zu schauen. Für uns als Christinnen und Christen sollte das eine Selbstverständlichkeit sein. Jesus ist uns da mahnendes Beispiel.
Eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrbüro St. Anna

Friedenstraße 6
48485 Neuenkirchen 

Tel. 05973 / 94 73 - 0
E-Mail: stanna-neuenkirchen@bistum-muenster.de 

Die Kirche sei immer ein Ort der Barmherzigkeit und Hoffnung, wo wir spüren, dass wir angenommen und geliebt sind und Vergebung erhalten.
— Papst Franziskus