Pfarrer Markus Thoms

Weihnachten 2021

Liebe Schwestern und Brüder!

Im Weihnachtsevangelium der Heiligen Nacht hören wir die Worte des Engels: „Fürchtet euch nicht, denn siehe ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll.“ (Lk 2, 10) Auf den ersten Blick ist das eine grandiose Aussage. „Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll.“ Dem ganzen Volk! Gibt es das heute oder gab es das jemals in der Menschheitsgeschichte. Eine Freude, die allen zuteilwerden soll? Wenn wir an diesem Weihnachtsfest auf das zu Ende gehende Jahr zurückblicken, dann ist uns auf den ersten Blick sicherlich nicht nach Freude zumute - erst recht nicht nach Freude im ganzen Volk. Zuviel Freudloses ist geschehen und wirkt immer noch nach in unserer Zeit. Die Folgen der Coronapandemie lasten schwer auf unserem Leben. Zu viele Unbekannte stecken in diesem Virus, zu viel Leid, Trauer und Ungewissheit hat es hervorgerufen. Die Folgen des Klimawandels machen uns schwer zu schaffen. Die Überschwemmungen im Ahrtal im Sommer dieses Jahres haben uns das deutlich vor Augen geführt. Unzählige Menschen haben ihr Hab und Gut verloren, viele sind in den Fluten gestorben, mach einer fragt sich: Wie soll es weitergehen? Und die Liste von Dunkel und Leid lässt sich fortsetzen. Sowohl im persönlichen Leben, als auch auf der großen Bühne der Weltgeschichte. Und da hören wir den Satz: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll.“ Bei allem was schwer war und sicherlich auch schwer bleiben wird, dürfen wir nicht vergessen, was Menschen in den letzten Monaten geleistet haben. Viele haben sich eingesetzt, um die Pandemie zu bekämpfen. Man hält sich an Regeln und hilft sich gegenseitig. Man lässt sich impfen, und setzt so ein Zeichen der Nächstenliebe und der Solidarität – weil es eben nicht nur um mich, sondern auch um den Schutz des Nächsten geht. Man hilft sich gegenseitig. Denken wir an die großartige Hilfe, die den Menschen in den Flutgebieten zuteilwurde. Noch nie wurde innerhalb kürzester Zeit in unserem Land so viel gespendet wie aus diesem Anlass. Unzählige Menschen haben mitgeholfen, den Schutt zu beseitigen, haben ihren Urlaub geopfert, nur um denen zu helfen, die alles verloren haben. Sind diese Zeichen der Solidarität und des Miteinanders nicht Zeichen großer Freude gerade für die Menschen, die diese Zeit eher als eine freudlose Zeit erleben?

Wenn wir auf den Anfang schauen – damals in Bethlehem, dann ist dort auf den ersten Blick nichts Erstaunliches geschehen. Ein Kind wird geboren. Bis heute seit Bestehen der Menschheit milliardenfach geschehen. Und dennoch ist mit der Geburt dieses Kindes in Bethlehem etwas in Gang gesetzt worden, das die ganze Welt verändert hat. Angefangen bei den Engeln, über die Hirten bis hin zu allen Menschen, die die Botschaft in die Welt hinaustragen und sie aufnehmen und in ihrem konkreten Lebensalltag umsetzen. Ist das nicht eine wirkliche Freude, von der das ganze Volk angesteckt ist? Wo Gottes Friede und Freude in die Herzen der Menschen einziehen, dort strahlt das Licht von Bethlehem auf und verändert die Welt. Gott sucht Menschen, die seine Botschaft, seinen Frieden in diese Welt hineintragen. Wenn wir so Weihnachten feiern, dann öffnen wir Gott einen Weg in unsere Welt, dann können Friede und Freude entstehen, die dem ganzen Volk zuteilwerden.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen, auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gesegnete Weihnachtstage und Gottes sicheres Weggeleit an allen Tagen im neuen Jahr 2022.

Ihr Pastor Markus Thoms

Kommunion_Hauskommunion

Krankenkommunion zu Weihnachten

Vielen kranken und älteren Menschen unserer Gemeinde, die nicht mehr zum Gottesdienst in die Kirche kommen können, wird monatlich die Krankenkommunion ins Haus gebracht. Es ist ein gutes Zeichen, dass diese Menschen in der Gemeinde nicht vergessen sind. Gerade sie erfahren in ihrer Situation im Sakrament der Eucharistie Kraft und Stärke.

Die Seelsorger der Gemeinde sind gerne bereit, diesen Dienst an den Kranken zu verrichten. Wer bislang nicht regelmäßig besucht wird, aber gerne zu Weihnachten die Krankenkommunion empfangen möchte, melde sich bitte im Pfarrbüro St. Anna, Tel.: 9473-0. Einer der Seelsorger wird dann Kontakt aufnehmen, um einen Termin zu vereinbaren.

Weihnachten_2021_Bild

Gottesdienste zu Weihnachten

Am 3. Dezember 2021 hat das Land NRW die Coronaschutzverordnung aktualisiert. Diese gilt zunächst bis zum 21. Dezember. Um aber verlässlich im Blick auf Weihnachten planen zu können, hat der Kirchenvorstand beschlossen, für die Gottesdienste an Weihnachten folgende Regelungen anzuwenden:

Die Gottesdienste an Heiligabend und am 1. Weihnachtstag sowie der Jahresschlussgottesdienst an Silvester finden unter Anwendung der 2G-Regel statt. Das heißt, dass an diesen Gottesdiensten ausschließlich Personen teilnehmen können, die geimpft oder genesen sind. Die Besucher und Besucherinnen dieser Gottesdienste sind verpflichtet, den entsprechenden Nachweis einschließlich Personalausweis mitzubringen. Als Kirchengemeinde sind wir verpflichtet, die Nachweise zu kontrollieren. Unter diesen Voraussetzungen ist es dann möglich, auf Abstände zu verzichten, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgängig eine medizinische Maske tragen.

Am 2. Weihnachtstag gilt die 2G-Regel nicht, d.h., dass dann auch wiederum die Abstände zwischen Personen aus unterschiedlichen Haushalten einzuhalten sind. Ebenfalls ist durchgängig die Maske zu tragen.

Da die Krippenfeier, die in diesem Jahr als Open-Air-Gottesdienst gefeiert wird, und die Familiengottesdienste um 16:30 Uhr in St. Anna und St. Josef erfahrungsgemäß sehr gut besucht sind, wird es für diese Gottesdienste ein online-Anmeldeverfahren geben.

 

Gottesdienstübersicht Weihnachten 2021
DatumUhrzeitOrt2G + MaskeAnmeldungAnmeldelink
24.12.202115:00 UhrSpielplatz Kreyenburg2G + Maskejahttps://forms.office.com/r/gvvKxsNX91
16:30 UhrKirche St. Anna2G + Maskejahttps://forms.office.com/r/gvvKxsNX91
16:30 UhrKirche St. Josef2G + Maskejahttps://forms.office.com/r/gvvKxsNX91
18:30 UhrKirche St. Anna2G + Maskenein
25.12.202108:00 UhrKirche St. Anna2G + Maskenein
09:00 UhrKirche St. Josef2G + Maskenein
10:00 UhrKirche St. Anna2G + Maskenein
26.12.202108:00 UhrKirche St. AnnaMaskenein
09:00 UhrKirche St. JosefMaskenein
10:00 UhrKirche St. AnnaMaskenein
Pfarrer Markus Thoms

Wichtige Informationen zu den Präsenzgottesdiensten an Weihnachten

Liebe Gemeinde!

Angesichts der weiterhin steigenden Infektionszahlen wird die Diskussion geführt, ob die Kirchengemeinden auf das Feiern der Gottesdienste - insbesondere der Weihnachtsgottesdienste - in Präsenz nicht besser verzichten sollten.
Auf der einen Seite werden jene Stimmen lauter, dass es verantwortungslos sei, Menschen an Weihnachten zum Gottesdienst zu versammeln. Auf der anderen Seite sind wir davon überzeugt, dass unsere Präsenzgottesdienste, egal ob draußen oder drinnen gefeiert, insbesondere an den Weihnachtstagen ein Angebot für jene sind, die den persönlichen Zuspruch der Frohen Botschaft vom menschgewordenen Sohn Gottes suchen und brauchen. Wer für sich und seine Familie entscheidet, dass er an einem Präsenzgottesdienst teilnehmen möchte, der hat sich bereits in den vergangenen Tagen angemeldet. Jeder der sich angemeldet hat, erklärt sich mit den Rahmenbedingungen einverstanden.

Die Rahmenbedingungen sind:
- Verzicht auf den Gemeindegesang (es singt nur ein Vorsänger, eine kleine Schola oder es wird eine Instrumentalbegleitung durch Trompeten oder Saxophon geben)
- Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 m zu Personen aus anderen Haushalten
- Einhalten der Hygienevorschriften (Handdesinfektion beim Betreten der Kirchen, Einhalten der Nies- und Hustenetikette)
- Tragen des Mund-Nase-Schutzes auch am Platz
- Begrenzung der Teilnehmerzahl
- Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit

Dennoch bitten wir Sie eindringlich, liebe Gemeindemitglieder, noch einmal gut abzuwägen, ob Sie den Gottesdienst - auch wenn Sie schon angemeldet sind - wirklich besuchen möchten. Nehmen Sie bitte auch Ihre eigene Verantwortung wahr!
Falls Sie irgendwelche Erkältungssymptome haben (Husten, Schnupfen, Fieber) bitten wir Sie dringend, auf jeden Fall zu Hause zu bleiben!
Achten Sie bitte auch darauf, dass Sie vor und nach den Gottesdiensten keine Menschenansammlungen in irgendeiner Form vor den Kirchen bilden.
Wir wollen in dieser Zeit vor allem für all jene da sein, die in diesem Jahr besonders Kraft, Halt und Trost in der Feier eines Präsenzgottesdienstes suchen und benötigen.
Weiterhin möchten wir darauf aufmerksam machen, dass tatsächlich nur angemeldete Personen Einlass zu den Gottesdiensten erhalten. Auch wenn Plätze leer bleiben, werden wir keine unangemeldeten Personen einlassen! Bitte sehen Sie in diesem Jahr von einem Spontanbesuch der Gottesdienste unbedingt ab! Um eine detaillierte Rückverfolgbarkeit der Gottesdienste in den Kirchen zu gewährleisten, haben wir einen Sitzplan erstellt, damit bei einer evtl. Infizierung nicht alle Gottesdienstbesucher in Quarantäne müssen.
Wir werden die Lage im Kreis Steinfurt auch nach den Weihnachtstagen weiter beobachten. Sollte die Inzidenz weiter steigen und die Grenze von 200 übersteigen, werden wir weitere Maßnahmen einleiten und Ihnen mitteilen.
Nutzen Sie auch gerne unsere Alternativangebote zu den Präsenzgottesdiensten:
- Für Familien mit Kindern bieten wir die Kinderkirche „to go“ an. Informationen dazu finden Sie in der Kirche.
- Für Erwachsene finden Sie einen Hausgottesdienst zum selber Feiern. Dieser liegt ebenfalls in den Kirchen aus.
- Die Gottesdienste an Heiligabend (24.12.) um 17:30 Uhr und um 19:00 Uhr sowie am ersten (25.12.) und zweiten Weihnachtstag (26.12.) jeweils um 10 Uhr können Sie über unseren Live-Stream mitfeiern.

Gerne verweisen wir auch auf die bisher bekannten katholischen Weihnachtsgottesdienste, die im Fernsehen ausgestrahlt werden: an Heiligabend (24.12.) überträgt der WDR um 21:35 Uhr eine Christmette, am ersten Weihnachtstag (25.12.) überträgt das ZDF um 10:45 eine Weihnachtsmesse.

Liebe Gemeinde,
wir wissen, dass wir mit jeder Entscheidung, ob pro oder contra Präsenzgottesdienste, nicht allen Meinungen gerecht werden können und Kritik ausgesetzt sein werden. Und wir wissen, dass uns allen in dieser Zeit viel abverlangt wird. Eine einladende und den Menschen zugewandte Kirche sieht sicher anders aus. Auf der anderen Seite wollen wir Menschen nicht unnötig in Gefahr bringen. Deshalb ist es gut, vorsichtig zu sein und die Lage ernst zu nehmen und jede und jeden auch an die eigene Verantwortung zu erinnern.
Wir hoffen, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben und bitten um Ihr Verständnis und um Ihre Unterstützung!
Ihnen und Ihren Angehörigen wünschen wir gesegnete Weihnachten!
Bleiben wir im Gebet verbunden!

Ihr und Euer
Pfarrer Markus Thoms

Pfarrer Markus Thoms

Weihnachten 2020

Liebe Gemeinde,

in den letzten Tagen, Wochen und Monaten habe ich eines gelernt: Gelassenheit! Immer und immer wieder mussten wir die Erfahrung machen, dass sich einmal Beschlossenes wieder verändert. Kaum hatte man eine Pressemitteilung herausgegeben, schon war sie auch schon wieder überholt. Das Grußwort zu Weihnachten und zum Jahreswechsel schreibe ich Ihnen am Sonntag, den 13. Dezember 2020, da alle Medien auch immer eine gewisse Vorlaufzeit benötigen.

Soeben haben die Bundeskanzlerin und der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen den erneuten Lockdown verkündigt. Nach derzeitigem Stand sieht es so aus, dass wir zu Weihnachten Gottesdienste unter ganz bestimmten strengen Vorgaben feiern dürfen. Mit Voranmeldung, Abstand, Maske und – was mir am meisten weh tut – ohne Gesang. Eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen: Weihnachten ohne „Stille Nacht“.  Und wie gerne singe ich doch alljährlich in der Weihnachtszeit mein liebstes Weihnachtslied „Menschen die ihr wart verloren…“ . Aber so wird es sein müssen. Und dennoch: Es wird Weihnachten! Ganz sicher. Es wird zwar anders sein, als wir es gewohnt sind. Aber es wird Weihnachten.

Denn: Weihnachten braucht keine Rettung, Weihnachten rettet uns. Es hat zweitausend Jahre überstanden, ist durch den 30-Jährigen-Krieg gegangen, war bei den Pestkranken, hat sich an die Seite der Verfolgten gestellt, hat zwei Weltkriege überstanden und sich nicht darum gekümmert, ob Lametta oder goldene Kugeln am Baum hingen. Weihnachten hängt nicht davon ab, ob fünf oder zehn zusammen feiern. Weihnachten lässt sich nicht machen. Klöße zur Gans sind schön, aber nicht notwendig. Die Geschichten sind da. Der Stern ist da. Menschen sind da, an vielen verschiedenen Orten. Die Fantasie ist da, Ausschau zu halten, was trägt, wenn es nicht das Gewohnte ist. Gott sei Dank werden wir auch in diesem Jahr die Weihnachtsbotschaft verkünden dürfen – wenn auch nur ein Bruchteil derjenigen an unseren Gottesdiensten teilnehmen kann, wie wir das aus den Jahren vorher gewohnt sind. Aber wir werden sie verkündigen und hoffentlich sind uns viele über den Livestream verbunden. Was wir den Menschen verkünden, ist so wichtig wie selten zuvor. „Fürchtet euch nicht!“ (Lk 2, 10) Das hat der Engel damals den Hirten auf den Feldern zugerufen und er sagt es auch uns heute in dieser schweren Zeit. Er sagt es den Vielen, die mit Angst und Sorge in die Zukunft blicken, er sagt es denen, die auf den Intensivstationen um ihr Leben ringen, er sagt es denen, die über Weihnachten isoliert und in Quarantäne leben müssen, er sagt es den Kindern und jungen Menschen, die seit Monaten darunter leiden, dass sie sich so wenig mit ihren Freunden treffen können, er sagt es den alten Menschen in den Altenheimen. „Fürchtet euch nicht!“

Dieses Wort möchte ich auch Ihnen allen zurufen, die Sie mit uns in diesen Tagen verbunden sind. Ob Sie zu denjenigen gehören, die einen der wenigen Plätze in der Kirche bekommen haben, oder ob Sie uns über den Livestream verfolgen. Ich rufe es denen zu, die sich abgewendet haben von der Kirche, die enttäuscht sind und nichts mehr von uns erwarten. „Fürchtet euch nicht.“ Und wenn wir dann in wenigen Tagen in ein neues Jahr gehen, dann hoffe ich sehr, dass der Impfstoff gegen das Coronavirus uns Erleichterung und Hilfe verschafft. Ministerpräsident Armin Laschet hat es in den letzten Tagen so formuliert: „Es gibt Licht am Ende des Tunnels, es gibt den Impfstoff.“ Ich fühlte mich an das Wort aus der Heiligen Nacht aus dem Buch des Propheten Jesaja erinnert: „Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf.“ (Jes 9, 1) Dieses Wort wurde um 730 vor Christus einem verwüsteten Land und einem verängstigen Volk verkündet.

Es wurde dem Volk eine Zukunft vorausgesagt, in der es Gerechtigkeit, Frieden und Freude gibt. Die Geburt des königlichen Kindes, Jesus selbst, will das Licht in der Finsternis sein. In diesem Kind liegt die Hoffnung der Menschheit. Das wünsche ich Ihnen und Ihren Familien, mit denen Sie an diesem Weihnachtsfest auf ganz andere Weise verbunden sein werden, von ganzem Herzen. Dass Sie Licht spüren am Ende des Tunnels, dass all Ihre Dunkelheit und Fragen hell und erleuchtet werden durch den, der unser aller Retter ist: Jesus Christus. Er segne uns alle, an Weihnachten und an jedem Tag im neuen Jahr 2021.

Ihr Pastor Markus Thoms

St. Anna 48485 Neuenkirchen

Weihnachten 2020

Nach langen Beratungen in den verschiedenen Gremien und nach Absprache mit dem Ordnungsamt der Gemeinde Neuenkirchen haben wir für Heiligabend, den 1. und 2. Weihnachtstag folgende Gottesdienstordnung:

Heiligabend

16:00 Uhr Wortgottesdienst im Waldstadion Neuenkirchen und im Sepp-Herberger-Stadion St. Arnold
17:30 Uhr Wortgottesdienst in den Kirchen St. Anna und St. Josef
19:00 Uhr Christmette in den Kirchen St. Anna und St. Josef

1. Weihnachtstag

08:00 Uhr heilige Messe in St. Anna
09:00 Uhr heilige Messe in St. Josef
10:00 Uhr Festhochamt mit Bläsern in St. Anna
11:00 Uhr heilige Messe in St. Josef
18:00 Uhr Weihnachtsvesper

2. Weihnachtstag

08:00 Uhr heilige Messe in St. Anna
09:00 Uhr heilige Messe in St. Josef
10:00 Uhr heilige Messe in St. Anna

-> Zu allen Gottesdiensten ist eine Anmeldung erforderlich (7. bis 17. Dezember).
-> Per Mail: stanna-neuenkirchen@bistum-muenster.de mit Nennung der Personenzahl, eines Namens, der Anschrift und Telefonnummer
-> Telefonisch im Pfarrbüro Tel.: 05973/9473-0

Die Personenzahl bei den Freiluftgottesdiensten ist auf maximal 500 begrenzt. Es gelten bei allen Gottesdiensten – sowohl im Freien als auch in den Kirchen – die Abstands- und Hygieneregeln. Familien und Personen aus einem Haushalt dürfen zusammensitzen, ansonsten ist ein Abstand von 1,5 m erforderlich. Während des gesamten Gottesdienstes ist das Tragen einer Mund-Nase-Abdeckung verpflichtend.

Pastor Markus Thoms

Weihnachten 2019

„Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht in ihrem Lauf bis zur Mitte gelangt war, da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom königlichen Thron herab.“

(Weish 18, 14f)

Liebe Gemeinde,

die Heilige Nacht, die Weihnacht, ruft uns in die Stille Gottes hinein. In diese Stille ruft Gott sein tiefstes Geheimnis, seine Menschwerdung. Vielen bleibt dieses Geheimnis verborgen, weil sie die Stille nicht finden können, in der Gott handelt. Stille bedeutet, die inneren Sinne zu entwickeln, den Sinn des Gewissens, den Sinn für das Ewige in uns, die Hörfähigkeit für Gott. Stille bedeutet: Eine neue innere Ordnung finden. Es bedeutet, nicht bloß auf das hinzuschauen, was unter den Menschen gilt und einen Wert unter ihnen hat. Manches Mal frage ich mich, ob wir Menschen nicht dabei sind, uns falsch zu entwickeln. Viel Technik, aber wenig Seele. Viel materielles Können, aber ein leer gewordenes Herz. Ein Erlöschen der Fähigkeit, die Stimme Gottes in uns wahrzunehmen, das Gute, das Schöne und das Wahre zu erkennen und anzuerkennen. Die Stille der Weihnacht will und kann uns helfen, sich vom System der wirtschaftlich-technischen Zivilisation nicht voll aufsaugen und funktionalisieren zu lassen. Weihnachten will uns deutlich machen, dass es zwischen Wissenschaft und Aberglaube noch etwas in der Mitte gibt: Jene tiefere und religiöse Einsicht, die den Aberglauben bannt und den Menschen menschlich macht, indem sie ihn im Licht Gottes hält. Weihnachten will uns, kann uns helfen, zu dieser Korrektur zu finden und damit einander und der Welt einen Dienst zu erweisen, den sie so nötig hat.

So wünsche ich Ihnen, auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest, an dem Sie neu spüren dürfen, dass Gott in Jesus Christus bei uns ankommen will. Im neuen Jahr möge SEIN Segen uns alle begleiten.

Ihr Pastor Markus Thoms

Pfarrbüro St. Anna

Friedenstraße 6
48485 Neuenkirchen 

Tel. 05973 / 94 73 - 0
E-Mail: stanna-neuenkirchen@bistum-muenster.de 

Die Kirche sei immer ein Ort der Barmherzigkeit und Hoffnung, wo wir spüren, dass wir angenommen und geliebt sind und Vergebung erhalten.
— Papst Franziskus