Fronleichnam

Fronleichnam 2021

Wegen der nach wie vor unsicheren Corona-Situation verzichten wir auch in diesem Jahr auf die Fronleichnamsprozession. Auch das Bistum Münster hat von einer Prozession abgeraten. In der Hoffnung, dass im nächsten Jahr die Normalität zurückkehrt und wir ohne Auflagen und mit Gesang die Prozession und den Gottesdienst draußen feiern können, werden wir in diesem  Jahr die Gottesdienste am Fronleichnamstag um 8 Uhr und 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Anna und eine Vorabendmesse um 19 Uhr in St. Josef feiern. Im Anschluss an den 10 Uhr Gottesdienst werden wir mit dem Allerheiligsten durch die Kirche ziehen und anschließend den sakramentalen Segen spenden. Am Nachmittag bieten wir von 15 Uhr bis 18 Uhr eine stille eucharistische Anbetung ins St. Anna an. Wir sind sicher, dass wir so in dieser Krisensituation eine würdige Form gefunden haben, die dem Anlass des Festes entspricht.

Pfarrer Markus Thoms

Dreifaltigkeitssonntag – B

30. Mai 2021

Liebe Gemeinde,

als Christen glauben wir an einen Gott – an einen Gott, der im Letzten Geheimnis bleibt. Unzählige Theologen haben versucht, Gott zu beweisen und mussten doch immer wieder feststellen, dass man ihn letztlich nie endgültig in Begriffe fassen kann, weil er sich nicht in materiellen oder gedanklichen Bildern darstellen lässt. Und dennoch ist es für uns Menschen wichtig, dass wir nicht alles im Abstrakten aufgehen lassen. Wir denken z.B. nicht nur an den Begriff der Liebe, wir konkretisieren sie in unserem Tun. Auch der Gerechtigkeit versuchen wir durch unser Handeln ein Gesicht zu geben. Der Begriff der Dreifaltigkeit ist ein Versuch, unseren Glauben an den guten und allgegenwärtigen Gott begreiflicher zu machen. Durch die Feier der Dreifaltigkeit an diesem Sonntag verdeutlichen wir, dass wir an einen Gott glauben, der uns in Jesus Christus begegnet, der uns nahe ist und der uns mit seinem guten Geist begleiten will. Wir glauben an einen Gott der Beziehung ist, einen Gott, der sich uns Menschen mitteilt – trotz seines Andersseins. Lassen wir uns an diesem Sonntag neu ein auf das Geheimnis des dreifaltigen Gottes.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr Pastor Markus Thoms

Mariengrotte

Maiandacht der KAB-St. Michael-St. Josef

Die KAB St. Michael-St. Josef lädt ein zur Maiandacht der Kirchengemeinde St. Anna an der Mariengrotte des ehemaligen Missionshauses St. Arnold am Freitag, 28. Mai 2021 um 19:00 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet die Andacht in der Kirche St. Josef in St. Arnold statt.

Die Corona-Vorschriften (Abstand und Maske) sind einzuhalten, aber es ist schön, dass die Maiandacht wieder möglich ist, nachdem sie im letzten Jahr ausfallen musste.

Die Veranstalter würden sich über eine rege Beteiligung freuen.

Tisch des Wortes

Tisch des Wortes

Ursprünglich gedachte Israel an diesem Tag des Bundesschlusses mit Gott am Berg Sinai. Durch das Jerusalemer Pfingstereignis wurde es zur Geburtsstunde der Kirche.

„Die Kirche ist also aus dem Feuer der Liebe geboren – aus einem Feuer, das an Pfingsten aufflammt und die Kraft des Wortes des Auferstandenen, das vom Heiligen Geist erfüllt ist, offenbart. …

Der Geist übt die göttliche Anziehungskraft aus: Gott verführt uns mit seiner Liebe und zieht uns so hinein, um die Geschichte zu bewegen und die Prozesse anzuregen, durch die das neue Leben kommt. Nur der Geist Gottes hat in der Tat die Macht, jedes Umfeld menschlicher und geschwisterlicher zu machen, ausgehend von denen, die ihn annehmen.“ Papst Franziskus

So legen wir Ihnen die Evangelien der kommenden Woche vor:

Samstag, den 22. Mai 2021               Evangelium: Joh 21, 20-25

Pfingstsonntag, den 23. Mai 2021    Evangelium: Joh  20,19-23

Pfingstmontag, den 24. Mai 2021     Evangelium: Lk 10,21-24

Dienstag, den 25. Mai 2021              Evangelium: Mk 10,28-31

Mittwoch, den 26. Mai 2021             Evangelium: Mk 10,3245

Donnerstag, den 27. Mai 2021         Evangelium: Mk 10,46-52

Freitag, den 28. Mai 2021                  Evangelium: Mk 11,11-25

Pfingsten

Pfingstandacht

Mit der Pfingstandacht am Sonntag, den 23.05.2021 um 18:00 Uhr findet die Pfingstnovene ihren feierlichen Abschluss.

Mancher stellt sich die Frage: Weshalb bitten wir „Komm, Heiliger Geist!“, wenn wir ihn doch schon in Taufe und Firmung empfangen haben?  Durch diese beiden Sakramente bleibt der Heilige Geist bei uns. Im ersten Korintherbrief  heißt es: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ (1 Kor 3,16). Doch kommt der Geist nicht ein für alle Mal, sondern immer wieder neu, tiefer und anders. Jede neue Ausgießung des Geistes bringt etwas Erfrischendes und Herausforderndes. Der Geist „lässt die Kirche allezeit sich verjüngen und erneut sie immerfort“ durch sein beständig neues Kommen, wie es das II. Vatikanische Konzil sagt (Lumen Gentium 4). Eine Auffrischung gefällig? Herzliche Einladung zur Pfingstandacht!

Pfarrer Markus Thoms

Pfingsten 2021 – B

23. Mai 2021

Liebe Gemeinde,

Franz Kamphaus, emeritierter Bischof von Limburg, berichtet, dass er sich bei Firmfeiern manches Mal wundert, wenn er die Jugendlichen vor sich stehen sieht: Da wird an Salben, Cremes und Gels nicht gespart. Der Bischof fragt sich, ob die jungen Christen wirklich nach allen Regeln des Trends an Haut und Haaren gesalbt oder doch nur angeschmiert sind? Im Pfingsthymnus singen wir: „Du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut, der Seele Salbung höchstes Gut.“ (Gotteslob Nr. 351) Die Salbung der Seele geht offenbar unter die Haut, sie berührt unsere Identität, unser Innerstes. Christen sind Gesalbte – in Taufe und Firmung, und sie haben damit Anteil an Christus, dessen Name übersetzt Gesalbter heißt. Wenn einem etwas unter die Haut geht, dann verändert das den Blick auf den Menschen bzw. die Situation. Das kann ein anerkennendes Wort sein, ein ermutigender Blick, eine einfühlsame Zuwendung – eben Balsam, Salbung für die Seele. Zu biblischen Zeiten wurde nicht irgendwer gesalbt, sondern die Könige, die Priester und Propheten. Als Christen sind wir Gesalbte. Angefangen bei der Taufe. Und um die Bedeutung des Gesalbtseins zu verstehen, wird es bei der Firmung im Jugend- bzw. Erwachsenenalter wiederholt. Und jedem wird mit der Salbung zugesagt: Du bist geliebt. Du bist einmalig. Du bist unverwechselbar. Du bist keine Kopie, sondern ein Original. Und so hat der Mensch, jeder Mensch, eine unzerstörbare Würde, die ihn von Anfang bis Ende seines Lebens auszeichnet. Und keine menschliche Würde ist mit einem Wert zu beziffern. Die Würde hängt nicht an Gesundheit oder Krankheit, alt oder jung, behindert oder nichtbehindert. Und weil wir als Christen gesalbt sind, haben wir den Auftrag und die Verpflichtung, in Christi Namen aufzutreten und die Stimme gegen jedes Unrecht zu erheben.

Das Pfingstfest lädt uns ein, dieser Zusage und dieser Kraft, die in uns steckt, neu zu trauen.

Ein gesegnetes Pfingstfest wünscht Ihnen und Ihren Familien

Ihr Pastor Markus Thoms

St. Anna 48485 Neuenkirchen

„Weil uns die Kirche nicht egal ist…“

Unter diesem Motto finden in diesem Jahr in unserem Bistum zeitgleich am 6. und 7. November die Wahlen zu Pfarreirat und Kirchenvorstand statt. Beide Gremien sind für die Zukunft der Pfarreien wichtig. Der Pfarreirat ist für die Planung und Umsetzung der pastoralen Arbeit mitverantwortlich, der Kirchenvorstand beschäftigt sich mit den geschäftlichen und finanziellen Dingen der Pfarrei. Beide Gremien arbeiten eng zusammen. In den kommenden Wochen werde ich in unregelmäßigen Abständen über die Wahlen schreiben. Wer bereit ist zu kandidieren, kann sich schon heute gerne in einem der Pfarrbüros melden. Der aktuelle Kirchenvorstand und Pfarreirat haben entschieden, dass die Wahlen – wie bei der Kirchenvorstandswahl 2018 – als allgemeine Briefwahl durchgeführt werden. Bei der letzten Wahl hat das zu einer Vervierfachung der Wahlbeteiligung geführt. Alle Wahlberechtigen werden zu entsprechender Zeit die Wahlunterlagen nach Hause zugestellt bekommen. Nähere Informationen hierzu auch in der kommenden Zeit.

Tisch des Wortes

Tisch des Wortes

Die Gemeinschaft der Kirche versammelt sich allerorten zur Pfingstnovene.  Bei der Bitte um den Heiligen Geist geht es buchstäblich um alles oder nichts wie der päpstliche Hauskaplan R. Cantalamessa treffend beschreibt:

Ohne den Heiligen Geist ist Gott fern,
Christus bleibt in der Vergangenheit,
das Evangelium ist toter Buchstabe,
die Kirche eine bloße Organisation,

aber mit dem Heiligen Geist
ist der Kosmos erhöht und erfährt die Geburt des Reiches Gottes,
Christus ist gegenwärtig,
das Evangelium ist Lebenskraft,
die Kirche Zeichen der Gemeinschaft des dreifaltigen Gottes,
die Hierarchie befreiender Dienst,
die Mission ein Pfingsten,
die Liturgie Gedenken und Vorausnahme,
das menschliche Handeln ist vergöttlicht.
(Raniero Cantalamessa)

So legen wir Ihnen die Evangelien der kommenden Woche vor:

Samstag, den 15. Mai 2021               Evangelium: Joh  16, 23-28

Sonntag, den 16. Mai 2021               Evangelium: Joh  17,6.11-19

Montag, den 17. Mai 2021                Evangelium: Joh  16,29-33

Dienstag, den 18. Mai 2021              Evangelium: Joh  17,1-11

Mittwoch, den 19. Mai 2021             Evangelium: Joh  17,6.11-19

Donnerstag, den 20. Mai 2021         Evangelium: Joh  17,20-26

Freitag, den 21. Mai 2021                  Evangelium: Joh  21,1.15-19

(Übrigens: Am 21. Mai feiert unser Bischof Dr. Felix Genn seinen Namenstag. Es ist der Gedenktag von Felix von Cantalice.)

Pfarrer Markus Thoms

7. Sonntag der Osterzeit

16. Mai 2021

Liebe Gemeinde,

in der Zeit zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten hören wir in den Gottesdiensten immer wieder aus den Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium. Wir spüren, dass die Anliegen des Evangelisten, und an diesem Sonntag auch die Feststellung des Petrus in der Apostelgeschichte, in der er über den Glaubensabfall des Judas spricht und Matthias in den Kreis der Apostel nachgewählt wurde, sich gar nicht so sehr von den Anliegen unserer Zeit unterscheiden. Die Sorge um den Zusammenhalt, mit allem was dazu gehört, war und ist immer schon eine Sorge, die die unterschiedlichsten Generationen beschäftigt. Das erleben wir auch in dieser Zeit. Streit und Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Richtungen und ein Ringen um den rechten Weg hat es immer schon gegeben und wird es auch immer geben. Wichtig scheint mir zu sein, in allen Fragen des Lebens die Kunst der Unterscheidung anzuwenden, wie es Papst Franziskus immer wieder betont. Die Kunst der Unterscheidung wägt in allen Fragen des Lebens sorgfältig ab, nimmt unterschiedliche Perspektiven ein und verzichtet auf vorschnelle Urteile und Bewertungen. Jemand, der solch eine Haltung einnimmt, rechnet damit, dass Gott sich in allen Zeiten und Situationen des Lebens zeigt, wo das wahrhaft Gute und Menschliche zur Entfaltung kommt. Dabei dürfen wir ebenso nicht vergessen, dass sich Gesellschaft und Kirche wandeln. Wer ständig nur zurückschaut und die Gegenwart nicht wahrnimmt, der wird spüren, wie sehr er die Lebenswirklichkeit der Menschen vernachlässigt und in seinem Grundanliegen nicht – mehr – ernst genommen wird. Menschen fühlen sich in ihren Lebenssituationen nicht ernst genommen, wenn immer nur aus der Tradition heraus argumentiert wird. Bischof Franz-Josef Overbeck von Essen drückt es so aus: „Lern- und Erkenntnisfortschritte der letzten Jahrzehnte im Bereich vieler Wissenschaften [… ] müssen wesentlich tiefer als bisher in die Lehre der Kirche integriert werden. Hier geht es – bei aller Wertschätzung von Schriftzeugnis, Lehramt und Tradition – um die Übersetzung der Zeichen der Zeit, die von den Anfängen des Christentums an helfen, die gesamte Tradition als ein lebendiges Geschehen zu begreifen. Einfache, eindeutige und zeitlos gültige Antworten werden dem menschlichen Leben und der Geschichtlichkeit aller Erkenntnis selten gerecht.“ (Brief Bischof Overbeck an die Gemeinden des Bistums Essen, 19.03.2021, www.bistum-essen.de) In den Tagen vor Pfingsten beten wir als Kirche, als Gemeinschaft der Glaubenden um den Heiligen Geist. Das soll keine leere Tradition sein, nach dem Motto, das war schon immer so, nein:  Wir brauchen den Heiligen Geist, die Kraft Gottes. Ohne diese Zusage ist ein entschlossenes und mutiges Bekenntnis nicht möglich. Sonst bleiben wir wirklich nur darauf bedacht, dass jeder an seiner Position festhält. Wir müssen eine neue Weise des Hörens und des Sprechens finden. Dabei ist es wichtig, dass jeder bereit ist, dem anderen offen und uneingeschränkt zuzuhören. Gemeinsam im Heiligen Geist verstehen, was zu tun ist. Das wird kein einfacher Weg sein, er erfordert Bereitschaft – von allen Seiten – , an den wunden Punkten dieser Zeit zu arbeiten. Der Geist Gottes hat die Menschen durch alle Zeiten hindurch ermutigt, mit Herz und Hand, mit Geist und Verstand als Christen zu leben. Mitten in der Welt!

Diesen Mut wünsche ich uns allen im Zugehen auf das Pfingstfest nicht nur in dieser Woche!

Ihr Pastor Markus Thoms

Senioren_Paar

Seniorengemeinschaft St. Anna

Am 11. Mail 2021 um 15:00 Uhr laden wir zu einer  gemeinschaftlichen Messe in die St.-Anna-Kirche ein. So können wir uns wieder einmal sehen. Alle Seniorinnen und Senioren sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; die Plätze werden angewiesen.

Bringt bitte alle die vorgeschriebene medizinische Maske mit.

Wir würden uns freuen, wenn viele der Einladung folgen.

Pfarrbüro St. Anna

Friedenstraße 6
48485 Neuenkirchen 

Tel. 05973 / 94 73 - 0
E-Mail: stanna-neuenkirchen@bistum-muenster.de 

Die Kirche sei immer ein Ort der Barmherzigkeit und Hoffnung, wo wir spüren, dass wir angenommen und geliebt sind und Vergebung erhalten.
— Papst Franziskus