Sonntag der Barmherzigkeit

Am 2. Sonntag der Osterzeit begeht die Kirche den Sonntag der Barmherzigkeit. Auf die Initiative von Papst Johannes Paul II. trägt der „Weiße Sonntag“ seit dem Jubiläumsjahr  2000 den Namen „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“.

Das Fest geht auf die polnische Ordensschwester Faustyna Kowalska ( 1905 - 1938) zurück. Dieser unscheinbaren Ordensfrau hat sich Jesus in besonderer Weise als die Barmherzigkeit in Person vorgestellt.

Das Evangelium dieses Sonntags berichtet uns von der Begegnung  des auferstandenen Jesus mit seinen Jüngern. Jesus sucht seine verängstigten und mit Schuld belasteten Jünger auf, die sich hinter verschlossenen Türen verbarrikadiert haben.  Er selbst tritt in die Mitte der Jünger ohne Bitterkeit, ohne Zorn – nur mit dem einen Wort: „Der Friede sei mit euch!“ Noch will so recht keine Freude aufkommen, noch will die Furcht nicht weichen.  Schließlich gibt er sich ihnen zu erkennen durch die Male seiner Wunden an den Händen und Füßen und an seiner Seite. Da werden die Jünger froh. Sie sind sicher, der Gekreuzigte ist auch der Auferstandene. Aus diesem unsagbaren Leiden geht Jesus hervor mit der letzten Schönheit seines Herzens, die nur ein Wort kennt: „Der Friede sei mit euch!“ Keine Verurteilung, keine Anklage, kein Vorwurf! Sondern nur dieses eine Wort: „Der Friede sei mit euch!“  Dieses Wort ändert sich nie.

Das ist Barmherzigkeit pur.

Das Gnadenbild vom barmherzigen Jesus hat einen festen Platz in unserer St.-Anna-Kirche. Es geht auf eine Schauung von Sr. Faustyna zurück.

In mystischen Einsprechungen sagte ihr der auferstandene Christus: „Die Menschheit wird keinen Frieden finden, solange sie sich nicht mit Vertrauen an meine Barmherzigkeit wendet.“

„Ich wünsche, dass meine Barmherzigkeit festlich am 1. Sonntag nach Ostern begangen werde.“   Ein anderes Mal gibt sie folgende Worte Jesu wieder: „Niemand soll Angst haben, zu mir zu kommen, selbst wenn seine Sünden so rot wären wie Scharlach. Meine Barmherzigkeit ist so groß, dass kein Verstand, weder von Menschen noch von Engeln sie in Ewigkeit ergründen kann.“

Es lohnt sich der Barmherzigkeit Gottes zu vertrauen.

(Pastoralreferentin Maria Plog)

Pfarrbüro St. Anna

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Die Kirche sei immer ein Ort der Barmherzigkeit und Hoffnung, wo wir spüren, dass wir angenommen und geliebt sind und Vergebung erhalten.
— Papst Franziskus