Die Vorgeschichte

Als die alte Pfarrkirche 1884 dringend repariert werden musste und die Einwohnerzahl inzwischen auf über 3.000 angestiegen war, beantragte die Gemeinde gleichzeitig eine Kirchenerweiterung. Den ablehnenden Bescheid vom 6. Juli 1888 nahm die Gemeinde sehr freudig auf, denn das Generalvikariat argumentierte, dass ein Erweiterungsbau rund 200.000 Mark kosten werde. Dafür könne man besser gleich eine neue Kirche bauen.

Diesen Vorschlag nahm die Gemeinde begeistert auf und sammelte verstärkt für den Baufond. Es ging der Satz um: „Ein Neuenkirchener kann wohl sonntags sein Gebetbuch vergessen, aber nicht den Opfergroschen für die Kirche.“ Sogar Neuenkirchener, die nach Holland ausgewandert waren, sammelten für die neue Kirche in ihrer Heimatgemeinde.

Der 1893 eingeführte Pfarrer Bernhard Bette trieb die Idee des Kirchenneubaus energisch voran. Im Oktober 1894 erhielten schließlich die Baumeister Wilhelm Rincklake (Münster) und Becker (Mainz) den Auftrag, Ideenskizzen für eine neuromanische Kirche einzureichen. Im Januar 1895 beauftragte der Kirchenvorstand Rincklake einen Kostenvoranschlag zu erstellen, den er im Juni vorlegte. Er belief sich auf 325.682 Goldmark.